Förderkreis Hilfe für Nepal e.V.

Information zu den Patenschaften des Förderkreises
 
Die Übernahme einer Patenschaft ermöglicht einem nepalesischen Kind den Besuch einer Schule mit allen damit verbundenen Kosten wie Schuluniform, Unterrichtsmaterial, aber auch Kleidung und Ernährung.

Voraussetzung für diese Unterstützung ist die Bedürftigkeit, d.h., dass die Familie des Kindes nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft die Schulausbildung zu finanzieren.
Diese Bedürftigkeit wird von unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort, Herrn Kamal Rupakheti (Repräsentant der Deutsch-Nepalesischen Hilfsgemeinschaft Stuttgart) überprüft, bevor er ein Kind zur Förderung vorschlägt. Leistungskriterien spielen dabei keine Rolle.
Die Kinder, die uns zur Förderung vorgeschlagen werden, stammen alle aus Familien oder Restfamilien mit einer intakten sozialen Struktur. In aller Regel sind es Tagelöhner-Familien oder Familien, die durch Schicksalsschläge in Armut geraten sind.
Der intakte familiäre Hintergrund ist für unsere Förderung deshalb wichtig, weil wir nicht mehr als die finanzielle Unterstützung leisten können. Die Erziehung und Begleitung des Kindes liegt in der Verantwortung der Familie.

Pro Familie werden höchstens zwei Kinder gefördert. Dabei hat die Erfahrung gezeigt, dass die Familien durchaus in der Lage sind, mit zwei Patenschaften auch noch ein drittes Kind zur Schule zu schicken. In aller Regel ist ja das vorrangige Interesse der Eltern, ihren Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Wenn ein Kind arbeiten gehen muss, sei es in der Teppichindustrie, in der Gastronomie oder in Privathaushalten, dann deswegen, weil sein Verdienst zum Überleben benötigt wird.
Ein Kind, das arbeiten gehen muss, verdient im Monat 10, höchstens 15 Euro. Im Vergleich dazu ist eine Schulpatenschaft mit 30 Euro pro Monat sehr viel Geld, von dem sicher auch noch ein Geschwisterkind satt werden kann, und so entsteht der Familie kein finanzieller Verlust, wenn ein Kind zur Schule satt zur Arbeit geht.
Darüber hinaus sind die Eltern froh, wenn Ihr Kind die Chance des Schulbesuchs bekommt.

Die Patenschaftsbeträge werden zu 100% von uns auf unser Konto in Nepal transferiert und dort ohne jeden Abzug von unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter an die Kinder bzw. deren gesetzlichen Vertretern ausbezahlt.

Diese wiederum müssen die Ausgaben belegen, z.B. für Schulbücher, Schulspeisungen, Kleidung etc. 
Unser ehrenamtlicher Mitarbeiter besucht auch turnusmäßig die diversen Schulen und überprüft den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder. Bleibt ein Kind trotzt Förderung der Schule fern, oder kommt nur gelegentlich zum Unterricht, werden wir und die Pateneltern entsprechend informiert und die Patenschaft wird eingestellt.

Die Patenschaft läuft bis zum Abschluß der 10. Klasse (mittlere Reife) Bei besonderer Begabung kann sich – in Absprache mit den Pateneltern – auch eine weiterführende Schule oder Berufsausbildung anschließen.

Damit die Pateneltern über die Entwicklung des Kindes informiert sind, erhalten sie einen jährlichen Bericht zum Patenkind, oft auch Kopien der Schulzeugnisse und Briefe der Kinder

Sollte seitens der Pateneltern der Wunsch bestehen, „ihrem“ Patenkind einen Brief oder ein kleines Geschenk zukommen zu lassen, so ist das natürlich möglich.
Das Wichtigste ist aber, dass ein Kind dank der Unterstützung die Chance für ein besseres Leben bekommt.